LinkedIn Unternehmensseite erstellen: Der ultimative Leitfaden für Ihren professionellen Auftritt
Ob Startup, etablierter Mittelständler oder Solopreneur: Eine professionelle Präsenz auf dem weltweit größten Business-Netzwerk ist längst kein “Nice-to-have” mehr. Eine LinkedIn Unternehmensseite fungiert als digitale Visitenkarte, treibt die B2B-Kundengewinnung an, stärkt die Arbeitgebermarke und positioniert Ihr Unternehmen als Fachexperten in Ihrer Branche.
Das Beste daran: Die Erstellung ist komplett kostenlos und in wenigen Minuten erledigt. Wie Sie Ihre Firmenseite von A bis Z aufbauen und typische Anfängerfehler vermeiden, zeigt dieser Schritt-für-Schritt-Leitfaden.
Was Sie vor dem Start benötigen
Bevor Sie loslegen können, müssen zwei grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Ein persönliches LinkedIn-Profil: Ohne ein privates Konto lässt sich keine Unternehmensseite erstellen. Sie fungieren als initialer Administrator. Aus Sicherheitsgründen sollte Ihr privates Profil idealerweise bereits einige Tage alt und vollständig ausgefüllt sein.
- Unternehmensdaten: Halten Sie den offiziellen Firmennamen, Ihr Logo, eine kurze Beschreibung sowie den Link zu Ihrer Website bereit.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So richten Sie die Seite ein
Die Einrichtung am Desktop oder über die iOS-App gelingt in wenigen Augenblicken:
- Schritt 1: Menü öffnen
Loggen Sie sich in Ihr persönliches LinkedIn-Konto ein. Klicken Sie oben rechts auf der Startseite auf das Raster-Symbol („Für Unternehmen“ bzw. „Produkte“). - Schritt 2: Seitentyp wählen
Scrollen Sie im Menü ganz nach unten und wählen Sie „Unternehmensseite erstellen“. Wählen Sie im Anschluss die passende Kategorie aus:- Unternehmen (für kleine, mittlere und große Firmen)
- Fokusseite (für spezielle Produktlinien oder Marken unter einem Dach)
- Bildungseinrichtung (für Schulen und Universitäten)
- Schritt 3: Basisdaten hinterlegen
Geben Sie den Namen Ihres Unternehmens ein und legen Sie die öffentliche LinkedIn-URL fest (z. B.[linkedin.com/company/ihr-firmenname](https://linkedin.com/company/ihr-firmenname)). Tragen Sie zudem Branche, Unternehmensgröße und Unternehmensform ein. - Schritt 4: Branding hochladen
Bestätigen Sie die Berechtigungserklärung und klicken Sie auf „Seite erstellen“. Nun geht es an das visuelle Fundament:- Logo: Verwenden Sie das quadratische Format (empfohlen: 300 × 300 Pixel), damit es aufgeräumt wirkt.
- Titelbild (Banner): Nutzen Sie ein aussagekräftiges Bild (empfohlen: 1584 × 396 Pixel), das Ihre Marke oder Unternehmenskultur widerspiegelt.
Den Auftritt optimieren: Die “Info”-Sektion & Rechtliches
Eine halb ausgefüllte Seite erweckt den Eindruck von Inaktivität. Füllen Sie deshalb die Kernbereiche direkt mit Leben:
- Der Slogan (Tagline): Sie haben 120 Zeichen, um auf den Punkt zu bringen, was Sie tun. Vermeiden Sie nichtssagende Floskeln wie „Wir machen Qualität“, sondern nennen Sie den konkreten Kundennutzen.
- Die Beschreibung (“Über uns”): Nutzen Sie relevante Keywords aus Ihrer Branche. Erklären Sie im Fließtext, wofür Ihr Unternehmen steht, welche Probleme Sie für Ihre Zielgruppe lösen und was Sie antreibt.
- Der Action-Button (CTA): Versehen Sie die Seite mit einem klaren Handlungsaufruf – zum Beispiel „Website besuchen“, „Kontakt“ oder „Registrieren“.
- Rechtliches (Impressumspflicht): Für geschäftliche Auftritte in Deutschland gilt die Impressumspflicht. Hinterlegen Sie den Link zu Ihrem Impressum gut sichtbar in der Beschreibung oder im Info-Bereich der Seite.
Die 3 häufigsten Fehler nach dem Start – und wie Sie sie vermeiden
- Die verwaiste Visitenkarte: Viele Unternehmen erstellen die Seite, laden ein Logo hoch und lassen sie danach links liegen. Eine leere Seite schadet dem Image mehr, als gar nicht vertreten zu sein. Planen Sie feste Intervalle für Beiträge ein.
- Fehlende Einbindung der Mitarbeitenden: Ihre Unternehmensseite ist der Verstärker, aber die Profile Ihrer Mitarbeiter sind der Lautsprecher. Persönliche Profile erzielen organisch eine deutlich höhere Reichweite als Firmenaccounts. Ermutigen Sie Ihr Team, Updates zu teilen und die Unternehmensseite im eigenen Profil als Arbeitgeber zu verlinken.
- Mangelnde Rechteverteilung: Verlassen Sie sich nicht nur auf einen einzigen Administrator. Bestimmen Sie mindestens zwei Personen als Admin (Super-Admins oder Content-Admins), damit die Pflege auch bei Urlaub oder Krankheit nahtlos weiterlaufen kann.
Fazit
Eine LinkedIn Unternehmensseite zu erstellen ist unkompliziert, bildet jedoch das unverzichtbare Fundament für Ihr professionelles Social-Media-Marketing. Sobald das Setup steht, geht es vor allem um Kontinuität: Teilen Sie Einblicke hinter die Kulissen, Fachwissen und Erfolgsgeschichten, um Schritt für Schritt eine engagierte Community aufzubauen.
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